Untersuchung der Brust

Nicht jeder tastbare Knoten in der Brust muss ein bösartiger Knoten und damit Brustkrebs sein. Suchen Sie daher bei jeder noch so kleinen Veränderung immer eine Ärztin oder einen Arzt auf, der weitere, genauere Untersuchungen durchführt und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung einleiten kann.

Eine Reihe von Maßnahmen kann dazu beitragen, dem Brustkrebs rechtzeitig auf die Spur zu kommen. An erster Stelle stehen die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust und die Teilnahme an Vorsorgeprogrammen.

Die Brust regelmäßig selbst untersuchen

Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine Vorsorgeuntersuchung, die jede Frau regelmäßig selbst durchführen kann und sollte, um Veränderungen in der Brust festzustellen. Lassen Sie sich die genaue Technik der Selbstuntersuchung von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt erklären!

Früherkennung, Mammographie

Gehen Sie regelmäßig zu den vorgesehenen ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Nutzen Sie das Angebot für eine kostenlose Mammographie, eine Röntgenuntersuchung der Brust, bei der auch kleine Tumoren – die noch nicht tastbar sind – festgestellt werden können. Im Rahmen des Österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms ist die Teilnahme in der Regel für alle in Österreich sozialversicherten Frauen ab dem 40. Geburtstag kostenfrei (Ausnahmen und Details bitte vorab bei Ihrer Krankenversicherung zu erfragen). Weitere Informationen finden Sie unter: www.frueh-erkennen.at

Weiterführende Untersuchungen

Gewebeuntersuchung

Wenn sich nach bildgebenden Untersuchungen (z.B. Röntgen, Ultraschall) noch nicht mit Sicherheit sagen lässt, ob eine gut- oder bösartige Veränderung vorliegt, wird das Gewebe untersucht („Biopsie“). Meist reicht ein kleiner ambulanter Eingriff aus, um genügend Gewebe zur Analyse zu entnehmen.

Die Sonographie

Die Sonographie (Ultraschall-Untersuchung) kann dazu beitragen, zwischen gut- und bösartigen Tumoren zu unterscheiden. Besonders Zysten und andere gutartige Erkrankungen der Brust können mit Hilfe der Ultraschall-Untersuchung erkannt werden.

Die Magnetresonanz-Tomographie

Ein modernes radiologisches Verfahren ist die Magnetresonanz-Tomographie (MRT). Sie wird etwa eingesetzt, wenn Verdacht besteht, dass Tumore an verschiedenen Stellen der Brust vorkommen. Auch zur Beurteilung, ob ein Tumor operierbar ist, und zur Kontrolle einer Behandlung des Tumors vor der Operation kann eine MRT-Untersuchung hilfreich sein.

Tumormarker bei Brustkrebs

Tumormarker sind natürlicherweise im Körper vorkommende Stoffe, die aus verschiedenen Gründen erhöht sein können. Manchmal deuten sie auf eine Krebserkrankung hin. Eine Erhöhung dieser Werte alleine ist lediglich ein Zeichen, dass weiterführende Untersuchungen notwendig sind. Tumormarker können sich auch eignen, den Verlauf der Krankheit und den Erfolg einer Krebstherapie zu beurteilen.

Quellen:

Deutsche Krebsgesellschaft: Patientenleitlinie Ersterkrankung und DCIS, 2009, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/Patientenleitlinie_Brustkrebs_1.pdf; abgerufen am 14.05.2013.
Deutsche Krebsgesellschaft: Patientenleitlinie Ersterkrankung und DCIS, 2009, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/Patientenleitlinie_Brustkrebs_1.pdf; abgerufen am 15.05.2013. Kaufmann M, Loibl S und Solbach C. Brustkrebs. 2010, Verlag: Hirzel, Stuttgart; 3. Auflage.
http://www.netdoktor.de/Diagnostik+Behandlungen/Laborwerte/Krebsmarker-Tumormarker-1543.html; abgerufen am 15.05.2013.