Diskriminierung am Arbeitsplatz

Wie verhalte ich mich bei Diskriminierung gegen meine Person?

Erkrankungen wie Brustkrebs lösen naturgemäß Probleme am Arbeitsplatz aus, da es zu häufigen Krankenständen oder zur Verminderung der Leistungsfähigkeit etc. kommen kann. Es wäre möglich, dass auf Grund dieser aufgetretenen Probleme, Diskriminierungshandlungen gegen die betroffene Person folgen.

Doch was kann ich tun? – Sobald der Arbeitgeber von dem Diskriminierungs-Vorwurf gegen einen Mitarbeiter erfährt, ist er verpflichtet, bei Vorliegen von Diskriminierungen und Belästigungen auch wirksam Abhilfe zu schaffen. Sprechen Sie mit ihm, um gegen die erlittene Beeinträchtigung vorzugehen. Es könnte auch empfehlenswert sein, über eine Mitteilung der Krankheit an den Vorgesetzten nachzudenken, auch wenn es keine Verpflichtung gibt, den Arbeitgeber über eine bestimmte Krankheit zu informieren.

Kann ich bei Diskriminierung gegen mich auch zivilrechtlich vorgehen?

Klage und Beweislast – Die betroffene Person kann nur dann einen Schaden vor einem ordentlichen Gericht geltend machen, wenn zuvor ein Schlichtungsverfahren beim Sozialministeriumservice durchgeführt wurde. Falls Diskriminierungen im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis auftreten, ist ein Diskriminierungstatbestand oder eine Belästigung von der erkrankten Person nur glaubhaft zu machen. Beklagte Arbeitgeber müssen sodann beweisen, dass eine Mobbinghandlung nicht vorliegt.

Die Höhe der Entschädigung muss angemessen sein und es muss auch gleichzeitig sichergestellt werden, dass die Diskriminierung verhindert wird. Insbesondere muss hier auf die Schwere eines allfälligen Verschuldens, die Dauer der Diskriminierung, die Erheblichkeit der Beeinträchtigung und auf die Mehrfachdiskriminierung geachtet werden.

Ansprechpartner in diesen Angelegenheiten ist das Arbeits-und Sozialgericht (www.justiz.gv.at).

Quellen: