Sportarten für Brustkrebs-Patientinnen

Auch wenn es Ihnen vielleicht anfangs etwas schwerfällt, werden Sie bestimmt bald merken, dass Ihnen etwas „Training“ guttut. Dabei geht es gar nicht darum, Leistungen zu erbringen oder Siege zu erringen.

Als Grundregel gilt: Ausdauersport ist besser als risikoreicher Wettkampfsport wie z. B. Leichtathletik.

Wer früher kaum oder gar keinen Sport betrieben hat, kann ganz langsam mit Ergometertraining und Wandern anfangen. Schwimmen, mit ruhigen, gleichmäßigen Zügen, ist immer gut. Haben Sie keine Angst, sich im Schwimmbad zu zeigen. Für Frauen, die eine Brust verloren haben, gibt es Spezialbadeanzüge, in denen Sie eine Brustprothese tragen können, ohne dass jemand etwas bemerkt. Heute gibt es sehr gute Brustprothesen, die sich auch unebenem Narbengebiet und jeder Bewegung sanft anpassen und so bei der sportlichen Betätigung kein Hindernis darstellen.1

Tipps

  • Wenn Sie z. B. schwimmen, sollten Sie nicht gerade kraulen, da dies den Arm der betroffenen Seite dann zu sehr belastet, wenn eine zusätzliche Lymphknotenausräumung in der Achselhöhle erfolgte. Leichtes Tennis ist durchaus erlaubt, es sei denn, Sie haben ein Armödem. Dann sollten Sie einen Armkompressionsstrumpf tragen und ruckartige Bewegungen vermeiden.1
  • Viele Frauen begehen den Fehler, den Arm auf der operierten Seite wegen eventueller Schmerzen nicht zu bewegen. Derartige Schonhaltungen sind falsch; Schonhaltungen können nicht nur zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen, sondern bei mangelnder Inanspruchnahme der Muskelpumpe und dadurch bedingtem vermindertem Gefäßabfluss sogar ödemfördernd wirken.1

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: https://www.krebshilfe.net/beratung-hilfe/leben-mit-der-diagnose-krebs/bewegung-bei-krebs/

Quellen:
  1. Delbrück H. Brustkrebs. Rat und Hilfe für Betroffene und Angehörige. Kohlhammer, Stuttgart, 2009.